Dienstleistungszentrum 4 Sonnen

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Dienstleistungszentrum 4 Sonnen
Sektor
Themenbereich Dienstleistungszentrum
Staat Österreich
Bundesland Oberösterreich
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Vier Gemeinden aus dem Bezirk Braunau/OÖ: Aspach, Höhnhart
Kontaktperson(en) Erich Priewasser, W. Andreaus
Projektwebsite http://www.gemdat.at
Projektstart (Jahr) 2004
Rechts- und Organisationsform Gemeindeverband
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 48° 15' 31.84" N, 13° 2' 5.78" E

Beschreibung

Die Innviertler Gemeinden Aspach, Höhnhart, Rossbach und St. Veit im Innkreis haben sich auf Grund von Wirtschaftlichkeits-, Sparsamkeits- u. Zweckmäßigkeitsüberlegungen entschieden, mit Unterstützung des Landes Oberösterreich, die Zusammenlegung ihrer Gemeindenbauhöfe zu prüfen und in Folge umzusetzen. Folgende Zielsetzungen des Projektes wurden verfolgt:

  • Optimierung der Auslastung von Fahrzeugen, Maschinen u. Geräten
  • Optimierung des Personaleinsatzes
  • Kostenreduktion bei verbesserter Leistung
  • Professionelles Bauhofmanagement

Die Bearbeitung dieser Ziele erfolgte vor dem Hintergrund, möglichst alle Gemeindeinteressen zu berücksichtigen, sowie der Zusammenführung von Betriebsführung und Investitionen. Das Projekt „Dienstleistungszentrum Vier-Sonnen“ wurde in erster Linie unter betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und personellen Aspekten analysiert, langfristige Gesamtaussagen zu Betrieb, Instandhaltung, Investition und Re-Investition gemacht. Die Resultate und quantifizierbaren Kosteneinsparungen wurden unter der Prämisse der gleich bleibenden qualitativen Leistung für die GemeindebürgerInnen gemeinsam ermittelt. Konkret liegen die gesamten möglichen Einsparungen eines gemeinsamen Bauhofes bei konservativer Bewertung bei rund € 1.450.000,-. Fragen zur möglichen Rechtsform, kostenoptimalen Finanzierung sowie Fragen zur Kostenverteilung eines solchen „DLZ Vier-Sonnen“ wurden, teils von externen Fachspezialisten, ebenso detailliert beantwortet.


Finanzierung

PPP-Modell, 1,98 Mio €, 80 % davon stammen aus Fördermitteln des Landes OÖ

Aktueller Stand

Das Dienstleistungszentrum – mit 7 Beschäftigten schlank besetzt – ging im November 2005 im Gewerbegebiet Aspach/Höhnhart in Betrieb und hat alle ursprünglichen Erwartungen erfüllt. Sparen ist für die rund 5000 Gemeindebürger/- innen mit keinem Leistungsverlust verbunden – ganz im Gegenteil. Grundvoraussetzung, dass die Gemeindekooperation funktioniert, eine Partnerschaft auf Augenhöhe – egal wie groß oder klein eine Gemeinde ist. Im Vorfeld haben sich die Beteiligten über alle Details einer gerechten Kostenaufteilung geeinigt. Dann allerdings gilt es laufend zu hinterfragen, ob die damaligen Annahmen im Tagesbetrieb erfüllt werden. Gemeinsamer Neubau und Betrieb eines „Dienstleistungszentrums 4 Sonnen“ anstelle von 4 Bauhöfen. Damit bedeutende Einsparung von Flächen, Instandhaltung und Betriebskosten. Weiters wurden die Geräte optimiert, verbessert und unrentable ausgeschieden.

Erzielte Effekte

Die Konzentration der Dienstleistungen auf einen Standort bewirkt eine höhere Spezialisierung der eingesetzten Mitarbeiter und eine bessere rund-um-die-Uhr-Betreuung, etwa beim Winterdienst. Die Schlagkraft bei einem Schadensfall, zum Beispiel bei Starkregen, ist höher. Durch Personalkooperation kann sich eine kleinere Gemeinde einen gemeinsamen Bauhofleiter leisten, der sämtliche Baumaßnahmen für die vier Gemeinden koordiniert– eine große Erleichterung für die Verwaltung. Das führt zu mehr Konsequenz bei Instandhaltungen im Straßenbau, was früher nicht in diesem Ausmaß gemacht wurde. Man kann sich gemeinsam mehr leisten als allein. 43 % Einsparung bei Bauhofflächen: von 2057 m² auf 1300 m², Baukosteneinsparung nach dem Motto „Aus vier mach eins“: 1,4 Millionen Euro - 140.000 Euro Kosteneinsparung im Jahr, z. B. durch geringere Betriebskosten und Personalkooperation Fahrzeugpool: Zwei Traktoren mit Winterdienstausrüstung, ein Hoftrac, drei Kleintransporter, ein Böschungsmäher, Kleingeräte für die Straßenerhaltung und Grünlandpflege

Weitere Informationen

Die Kooperationslust der vier Innviertler Gemeinden geht längst über den Bauhof hinaus. Neben einem gemeinsamen „Essen auf Rädern“ werden Synergien in der Verwaltung genützt: Aspach und Höhnhart beziehungsweise Rossbach und St. Veit wickeln jeweils gemeinsam die Buchhal-tung, das Bauwesen und das Standesamt ab. Bei der Software- Konfiguration und der Hardware- Ausstattung laufen die Fäden in Aspach zusammen.