Gewerbegebiet Vilserhof

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Gewerbegebiet Vilserhof
Sektor 04. WIRTSCHAFTLICHE ANGELEGENHEITEN
Themenbereich Wirtschafts- und Standortentwicklung
Staat Österreich
Bundesland Tirol
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Vils, Musau, Pinswang
Kontaktperson(en)
Projektwebsite http://www.tirol.gv.at/fileadmin/www.tirol.gv.at/raumordnung/downloads/kooperation-kurz.pdf
Projektstart (Jahr) 2001
Rechts- und Organisationsform
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 47° 32' 57.30" N, 10° 37' 49.74" E

Beschreibung

Die Kooperation der drei Gemeinden basiert lediglich auf einer privatrechtlichen Vereinbarung, in der die Schlüssel für die Aufteilung der Kosten und er Einnahmen festgelegt ist. Des weiteren ist festgelegt, dass die Gemeinden Musau und Pinswang auf bestimmte Zeit keine größeren Gewerbegebiete ausweisen dürfen. Ein wichtiger Partner der Gemeinden in dieser Kooperation ist der Tiroler Bodenbeschaffungsfonds, der nicht nur die Grundstücke angekauft hat, sondern diese auch verwertet. Weiters achtet der Bodenbeschaffungsfonds mit entsprechenden Verkaufsverträgen auch darauf, dass sich die Betriebe auf eine bestimmte Mindestanzahl von Mitarbeitern verpflichten. Diese Vereinbarungen werden mit entsprechenden Pönalzahlungen zugunsten der Gemeinden abgesichert.

Aktueller Stand

Durch den Beitritt Österreichs zum Schengenabkommen und der Errichtung des Straßentunnels nach Füssen konnte eine noch ungenutzte, aber als Sonderfläche Zollamtsgebäude gewidmete Fläche in der Gemeinde Vils einer neuen Nutzung zugeführt werden. Nachdem sich bereits seit längerer Zeit ein in beengter Lage bestehendes Transportunternehmen in der Gemeinde Vils um einen größeren, erweiterungsfähigen Standort bemühte, entschloss man sich, die nun freiwerdende Fläche des Zollamtes für ein Gewerbegebiet zu nutzen. Da sich die Gemeinde Vils außer Stande sah, die gesamte Grundfläche ohne Unterstützung zu erwerben, wurde beim Tiroler Bodenbeschaffungsfonds um Unterstützung gebeten. Zur gleichen Zeit hatten die Nachbargemeinden Pinswang und Musau die Absicht, in ihren Örtlichen Raumordnungskonzepten je ein Gewerbegebiet auszuweisen. In der Folge wurde sowohl von der Raumordnungsaufsichtsbehörde als auch vom Tiroler Bodenbeschaffungsfonds eine Unterstützung nur unter der Bedingung einer regionalen Lösung zugunsten aller drei Gemeinden zugesagt. Daraufhin wurden die Grundflächen vom Tiroler Bodenbeschaffungsfonds angekauft, der diese an bauwillige Betriebe weiterverkauft. Derzeit sind von der rund 9 ha großen zur Verfügung stehenden Fläche bereits zwei Drittel verkauft.

Ziele

Durch die Kooperation soll in der Region Vils, Musau und Pinswang ein Gewerbegebiet entwickelt werden, womit durch die Aufteilung der Kommunalsteuern weitere Gewerbestandorte in den Gemeinden Musau und Pinswang nicht notwendig sind.

Finanzierung

Planungs- und Erschließungskosten bereits einkalkuliert und auf den Verkaufspreis aufgeschlagen und der Standortgemeinde zugeführt. Sollte der kalkulierte Kostenbeitrag nicht ausreichen, sind die von den Betrieben zu entrichtenden Erschließungskostenbeiträge heranzuziehen. Erst wenn auch diese Beiträge die Aufwendungen nicht abdecken ist haben sich die Gemeinden verpflichtet für die Erschließungskosten gemeinsam aufzukommen, wobei die Kostenbeteiligung nach dem selben Schlüssel erfolgt wie die Aufteilung der Kommunalsteuer, nämlich 70% Standortgemeinde Vils, je 15 % die Gemeinden Musau und Pinswang.

Die Einnahmen aus der Kommunalsteuer werden aufgrund eines Vorschlages des Bodenbeschaffungsfonds im Verhältnis 70:15:15 auf die Gemeinden Vils (Standortgemeinde), Musau und Pinswang aufgeteilt.

Stärken und Schwächen

Durch die Unterstützung des Bodenbeschaffungsfonds war es möglich die Bemühungen auf einen Standort zu bündeln und relativ rasch ein Gewerbegebiet zu entwickeln. Allerdings wird als problematisch angesehen, dass zwei der drei Gemeinden außer dem Verzicht auf ein eigenes Gewerbegebiet keine Leistungen in das Gewerbegebiet einbringen.

Weitere Informationen

Quelle: http://www.tirol.gv.at/fileadmin/www.tirol.gv.at/raumordnung/downloads/kooperation-kurz.pdf