KFZ-Zulassung im ZMR: Unterschied zwischen den Versionen

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== Beschreibung ==
 
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Seit 9. Juni 2008 besteht die Möglichkeit, dass bei KFZ-Zulassungen (Neuzulassungen oder Ummeldungen) auf natürliche Personen aus der Applikation des Versicherungsverbandes Österreich automatisch im Zentralen Melderegister (ZMR) eine Abfrage durchgeführt und das Ergebnis in die KFZ-Zulassungsapplikation zurückgeliefert wird.
 
Seit 9. Juni 2008 besteht die Möglichkeit, dass bei KFZ-Zulassungen (Neuzulassungen oder Ummeldungen) auf natürliche Personen aus der Applikation des Versicherungsverbandes Österreich automatisch im Zentralen Melderegister (ZMR) eine Abfrage durchgeführt und das Ergebnis in die KFZ-Zulassungsapplikation zurückgeliefert wird.

Version vom 1. März 2010, 07:50 Uhr

KFZ-Zulassung im ZMR
Sektor
Themenbereich Bürgerorientierung der Verwaltung
Staat Österreich
Bundesland ganz Österreich
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Support Unit ZMR
Kontaktperson(en) Owald Kessler
Projektwebsite http://zmr.bmi.gv.at
Projektstart (Jahr) 2003
Rechts- und Organisationsform
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 48° 13' 11.59" N, 16° 21' 57.01" E

Beschreibung

Seit 9. Juni 2008 besteht die Möglichkeit, dass bei KFZ-Zulassungen (Neuzulassungen oder Ummeldungen) auf natürliche Personen aus der Applikation des Versicherungsverbandes Österreich automatisch im Zentralen Melderegister (ZMR) eine Abfrage durchgeführt und das Ergebnis in die KFZ-Zulassungsapplikation zurückgeliefert wird.

Inhalt:

Für die Zulassungen von Kraftfahrzeugen auf natürliche Personen im so genannten Kraftfahrzeugsregister wurde bisher von den zulassenden Stellen (registrierte und berechtigte KFZ-Zulassungsstellen von Versicherungen oder von Versicherungsmaklern) eine Vielzahl von beizulegenden Dokumenten (unter anderem auch die Bestätigung der Meldung) benötigt/verlangt. Seit einigen Jahren gab es seitens der Support Unit ZMR (SU ZMR) des BM.I die Bestrebung, diesen Schritt für den Bürger zu erleichtern. Nach jahrelangen, intensiven und sehr konstruktiven Gesprächen mit dem Versicherungsverband Österreich (VVO) und dem zuständigen Bundesministerium für Verkehr, Innovationen und Technologie konnte im KFG (§ 40 Abs. 2a) die gesetzliche Basis geschaffen werden. Technisch gesehen wurde eine Verbindung zwischen der KFZ-Zulassungsapplikation des VVO (das KFZ-Register) und dem ZMR geschaffen. Die KFZ-Zulassungsapplikation wird vom VVO allen seinen Mitgliedern (alle Versicherungen in Österreich) zur Verfügung gestellt. Somit wird bei jedem KFZZulassungsprozess im originären Register (dem ZMR) abgefragt, die Daten gesichert via einer „Applikation zu Applikationsverbindung“ übergeben und korrekt in der KFZ-Zulassungsapplikation (im KFZ-Register) eingetragen. Es erfolgt hierbei kein Medienbruch.

Es werden aber nicht nur die Meldedaten jener Person, die eine KFZ-Zulassung vornehmen möchte aus dem ZMR übermittelt, sondern auch eine Personen – Auswahlliste. Dies ist nur dann der Fall, wenn es bei einer Person „Mehrfachtreffer“ (mehrere Personen qualifizieren sich nach der Suche im ZMR) gibt. Gemäß der gesetzlichen Vorgabe wird die Abfrage im ZMR ausschließlich mittels der Kriterien Vorname, Zuname und Geburtsdatum durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit von „Mehrfachtreffern“ ist dadurch verschwindend gering, da in weit über 99% aller Fälle eine Person durch diese drei Kriterien eindeutig identifiziert wird. Sollte dennoch ein Mehrfachtreffer auftreten, besteht für die KFZ-Zulassungsstelle die Möglichkeit, den korrekten Datensatz (sofern im eigenen Wirkungskreis) auszuwählen oder den Zulassungsvorgang abzubrechen. Auch kann eine KFZZulassungsstelle nur für ihren Wirkungskreis (z.B. eine KFZ-Zulassungsstelle in Gänserndorf kann keine Zulassung für eine Person vornehmen deren aktueller Hauptwohnsitz in Wien erfasst ist) vornehmen. Dies wurde applikatorisch mittels Rechten geregelt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass für die KFZ-Zulassung nur korrekte Daten herangezogen werden können. Ein weiteres Beispiel für die konsequente Umsetzung von E-Government durch diese Neuerung ist, dass bevor Personendaten aus dem ZMR an die KFZ-Zulassungsapplikation übermittelt werden, automatisch alle relevanten bPKs errechnet und verschlüsselt übermittelt werden.

Der Grund für die Umsetzung dieser als beispielhaft geltenden E-Government – Anwendung Österreichs war einerseits die Vereinfachung des KFZ-Zulassungsprozesses für den Bürger aber auch andererseits die Sicherstellung von korrekten und vor allem aktuellen Meldedaten für die KFZZulassung. Beides konnte mit der applikatorischen Verbindung dieser beiden Applikationen erreicht werden. Dem Wunsch der Versicherungen (der KFZ-Zulassungsstellen) nach originären Daten für die Zulassung konnte mit dieser Umsetzung vollständig Rechnung getragen werden.

Aktueller Stand

Das Projekt wurde zu 100 % umgesetzt. Die Dauer der technischen Umsetzung betrug nur wenige Monate.Die Schaffung der gesetzlichen Basis wurde im Jahr 2003 begonnen und Ende 2007 abgeschlossen.

Erzielte Effekte

Mit der erfolgreichen 100 % Umsetzung dieses Projektes wurden beispielhaft alle Ebenen von Beteiligten im Bereich E-Government (der/die BürgerIn, die Wirtschaft, der öffentliche Bereich) eingebunden. Alle Ebenen ziehen durch die Umsetzung ihren Nutzen:

  • Für den Bürger bedeutet dies, dass keine Bestätigung der Meldung im Zuge der KFZZulassung vorzulegen ist. Ein wesentlicher Komfort- als auch Qualitätsgewinn ist die Folge.
  • Für die KFZ-Zulassungsbehörde (die Versicherungen / die Wirtschaft) bedeutet diese Umsetzung einen weiteren Schritt in die Richtung zu inhaltlich gesicherten und korrekten Daten.
  • Für die öffentliche Verwaltung bedeutet dies, dass alle Meldedaten im Zuge von KFZZulassungen aus der eigenen gesicherten Quelle stammen.

Weitere Informationen