Kulturraum Ampertal

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Kulturraum Ampertal
Sektor
Themenbereich Wirtschafts- und Standortentwicklung, Infrastruktur
Staat Deutschland
Bundesland Bayern
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Allershausen, Fahrenzhausen, Haag a.d. Amper, Kirchdorf a.d. Amper, Kranzberg, Langenbach, Wolfersdorf, Zolling, Freising
Kontaktperson(en) Herr Konrad Springer (Erster Bürgermeister Kirchdorf a.d. Amper)
Projektwebsite http://www.sdl-inform.de/index.php?language=de&namespace=user&handler=Themen&method=projekt&param1=79
Projektstart (Jahr) 2005
Rechts- und Organisationsform Lose Kooperation
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 48° 27' 29.35" N, 11° 39' 22.31" E

Beschreibung

Das Aktionsgebiet integrierte ländliche Entwicklung Kulturraum Ampertal (ILE Ampertal) liegt etwa 40 km nördlich von München im Landkreis Freising, Oberbayern. Dazu gehören die Kommunen Allershausen, Fahrenzhausen, Haag a.d. Amper, Kirchdorf a.d. Amper, Kranzberg, Langenbach, Wolfersdorf und Zolling sowie die Kreisstadt Freising. Das Gebiet erstreckt sich auf einer Fläche von 335 km² mit rund 71.000 Einwohnern. Die Verkehrsanbindung durch die A9 (München – Nürnberg), die A92 (München – Deggendorf) sowie die Nähe zum Flughafen wirken sich positiv auf die Region aus, bringen jedoch eine erhöhte Verkehrsbelastung mit sich. Das Ampertal ist gekennzeichnet von Zuzug, starkem Wachstum, geringer Arbeitslosigkeit, aber auch von einem enormen Veränderungs- und Anpassungsdruck in den ländlich geprägten Siedlungsstrukturen. Basis der Zusammenarbeit ist die Suche nach einem gemeinsamen Lösungsansatz für die Verkehrsprobleme, eine gemeinsam gesteuerte Gewerbeansiedlungspolitik sowie die Sicherung des Naherholungsraumes des Ampertals. Ziel ist die Stärkung der identitätsstiftenden Kulturlandschaft des Ampertals und der frühzeitige Ausgleich von Nutzungskonflikten. Gemeinsam mit Experten, Bürgern und dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern wurde 2006 und 2007 ein integriertes ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) erarbeitet, das Basis für die gemeinsame Entwicklungsrichtung ist.

Aktueller Stand

Erste gemeinsame Handlungsfelder wurden während eines Seminars in der Schule der Dorf- und Landentwicklung (Oktober 2005) definiert. Oberste Priorität waren dabei die Sicherung der gewachsenen Kulturlandschaft des Ampertals, eine abgestimmte Siedlungs- und Verkehrspolitik sowie die Wahrung der dörflichen und sozialen Identität.

•Erstellung eines ILEK unter aktiver Einbindung von Bürgern und Fachbehörden

•Etablierung einer Entwicklungs- und Umsetzungsebene durch die Einrichtung von Kompetenzteams für die Handlungsfelder Landnutzung/ Landschaft/ Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Erholung, Siedlungsentwicklung, Verkehr/Infrastruktur (pro Gemeinde mit jeweils einem politisch Verantwortlichen und einem kompetenten Bürger besetzt)

•Einrichtung des Ampertalrates (Bürgermeister der neun Kommunen) als zentrales Steuerungs- und Entscheidungsgremium für die Gemeindeentwicklung des Ampertales

•Verabschiedung des ILEK in den Kommunalparlamenten der neun beteiligten Kommunen 2007

•SDL Fachexkursion der neun ILEK-Gemeinden mit Bürgermeistern und Gemeinderäten zu interkommunalen Allianzen nach Frankreich (Juli 2006 und April 2009)

•Einrichtung einer projektbezogenen Umsetzungsbegleitung

•Professionelle Begleitung des Gesamtprozesses durch Behörden und Fachplaner

Weitere Informationen

Aus Sorge um die negativen Folgen, die Veränderungsprozesse einerseits der Landnutzung und andererseits aufgrund der Lage am Rande des Flughafens nach sich ziehen, haben die neun Kommunen den Entschluss gefasst, die Zukunftsentwicklung gemeinsam zu gestalten. In der Bezeichnung ILEK Kulturraum Ampertal kommt die große Bedeutung der Kulturlandschaft des Ampertals als identitätsstiftender Faktor zum Ausdruck. Die Gemeinden sind sich ihrer hohen Planungsverantwortung bewusst und wollen die Themen Siedlungsentwicklung, Verkehr und Gewerbeansiedlung gemeinsam angehen. Zunehmend wächst die Erkenntnis, dass sich die Zukunftsfähigkeit der Region nicht durch den Wettbewerb einzelner Kommunen untereinander entscheidet. Vielmehr gilt es, die regionalen Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Als Beispiel sei hier die interkommunale Gewerbegebietsausweisung erwähnt: attraktive Angebote können flexibler gehandhabt werden. Gleichzeitig wird durch Absprache bei der Standortwahl der Kulturraum Ampertal mit seiner hohen Wohnqualität besser geschont. Vor allem die Rahmenbedingungen und Strukturen, die von den Gemeinden zur aktiven Bürgerbeteiligung geschaffen wurden, haben zum bisherigen Erfolg beigetragen.