Metropolregion Bremen-Oldenburg

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Metropolregion Bremen-Oldenburg
Sektor
Themenbereich Metropolregion, Wirtschafts- und Standortentwicklung
Staat Deutschland
Bundesland Bremen, Niedersachsen
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Bremen, Bremerhaven, Niedersachsen
Kontaktperson(en)
Projektwebsite http://www.frischkoepfe.de/internet/
Projektstart (Jahr) 2006
Rechts- und Organisationsform Verein
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 53° 4' 30.58" N, 8° 48' 27.97" E

Beschreibung

Logistik ist eine Kernbranche wie auch eine Kernkompetenz der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten von Deutschland. Die maritime Wirtschaft insgesamt stellt einen bedeutenden Standortfaktor dar, die Metropolregion ist daneben aber auch eine der wichtigsten Energieregionen Deutschlands. Weitere überregional bedeutsame wirtschaftliche Stärken der Region liegen in der Automobilwirtschaft, der Informations- und Kommunikationstechnologie und nicht zuletzt der Ernährungswirtschaft - der bundesdeutsche Bedarf an Geflügel, Fisch, aber auch an Bananen wird ganz wesentlich über den Nordwesten gedeckt. Die wirtschaftlichen Potenziale und Stärken sind das eine, die regionale Handlungsfähigkeit zur optimalen Vernetzung der regionalen Stärken das andere - auch hier kann die Metropolregion auf eine lange Tradition freiwilliger großräumiger Zusammenarbeit zwischen Bremen und Niedersachsen aufbauen. Offiziell gegründet wurde die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten als Verein am 22. November 2006 in Bremen.

Ziele

  • verbesserte Positionierung durch gemeinsamen Außenauftritt/ Regionalmarketing
  • Profilierung der Region in der nationalen und europäischen Raumentwicklung und Strukturpolitik
  • gemeinsame Eurostrategie in der Förderkulisse der EU.

Besonderheiten

Die Anerkennung als "Europäische Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten" durch die Ministerkonferenz für Raumordnung im April 2005 erfolge auf der faktischen Basis der in der Region verhandenen metropolitanen Funktion (Gateway Funktion). Auch die grundsätzliche Einsicht in die Notwendigkeit Ländergrenzen überschreitender Zusammenarbeit und Abstimmung, auch die Verknüpfing mit weit reichenden Visionen über die Möglichkeiten und Wirkungen solcher Kooperation, sind im Raum Bremen/Niedersachsennicht erst in den letzten Jahren zu beobachten.

Governance

Der institutionellen Neugründung vorausgegang war ein lediglich knapp eineinhalbjähriger Prozess der regionalen Positionierung im Kontekt der Erarbeitung der neuen Leitbilder für Norddeutschland nur eine - sehr großräumige - Metropolregion längs der Küste vorgeschlagen wurde, fand Anfang 2005 im Nordwesten in bemerkenswerter kurzer Zeit auf Initiative der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (RAG) Bremen/Niedersachsen sowie unter intensiver Mitwirkung der nordwestdeutschen Industrie- und Handelskammern eine gemeinsame Interessensbekundung der wesentlichen regionalen Akteure statt: 16 regionale Institutionen im Nordwestraum Bremen/Niedersachsen versammelten sich im Frühjahr 2005 hinter einer gemeinsamen Resolution an die Ministerkonferenz für Raumordnung mit der Forderung, den Nordwesten als Metropolregion in den neuen Leitbildern der Raumentwicklung zu berücksichtigen.

Ergebnisse

Eine klar definierte und von der Bevölkerung "gefühlte" Region gibt es im Raum Bremen/Niedersachsen nicht, vielmehr gibt es ein Bündel unterschielich groß geschnittener und auf verschieden lange Traditionen zurückgehende teilräumliche und lokale Identitäten. Dabei kommt dem Regionenmarketing eine innere und äußere Bedeutung zu. Nach innen kann Regionenmarketing beitragen, dass eine breite Akzeptan der regionalen Zusammenarbeit über den Kreis beteiligter Aktuere hinaus erreicht wird. Nach außen trägt es dazu bei, die Region - über einzelne Projekte ninaus - als Region wahrzunehmen.

Weitere Informationen

Quelle: Ludwig, J., Mandel, K., Schwieger, C., Terizakis, G. (Hrsg.) (2009): Metropolregionen in Deutschland. 11 Beispiele für Regional Governance. Nomos, Baden-Baden.