Pinkatal-Stremtalbus

Aus Plattform Verwaltungskooperation
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pinkatal-Stremtalbus
Sektor
Themenbereich Verkehr
Staat Österreich
Bundesland Burgenland
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Bildein, Eberau, Strem, Moschendorf, Güssing
Kontaktperson(en) Karl-Heinz Winkler
Projektwebsite http://www.busoffice.at
Projektstart (Jahr) 2002
Rechts- und Organisationsform Gemeindeverband
Preise und Auszeichnungen

Die Karte wird geladen …
Koordinaten: 47° 3' 33.76" N, 16° 19' 26.20" E

Beschreibung

Das Pinkatal und das Stremtal umfassen ca. 120 km2 und sind mit rund 8.500 EinwohnerInnen (davon 3.300 in der Bezirkshauptstadt Güssing) sehr dünn besiedelt. Die Ortschaften haben zum Teil nur wenige hundert EinwohnerInnen. Die Infrastruktur ist dementsprechend gering, die Abwanderung und der Auspendleranteil stellen hohe Anforderungen an die Gemeinden. Die Mobilitätsbedürfnisse in einer solchen Region unterscheiden sich beträchtlich von denjenigen in dichter besiedelten und infrastrukturell intakten Gebieten. Vor allem die Mobilität „der kurzen Wege“ leidet darunter. Personen ohne Auto haben zur Bewältigung ihrer täglichen Wege kaum akzeptable Angebote. Sie sind auf nachbarschaftliche Hilfe angewiesen oder auf die wenigen, auf einzelnen Abschnitten verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittel. Von zufrieden stellenden Mobilitätsbedingungen für nicht motorisierte Personen kann keine Rede mehr sein. Daneben schließt diese Region, die sich auch als „Sanfte RRegion“ bezeichnet, einen Großteil von nicht mobilen Urlaubsgästen aus – in diesem Gebiet ist ein Urlaub ohne Auto praktisch undenkbar. Dies betrifft insbesondere das große Touristenpotenzial aus dem Raum Wien. Was kaum bekannt ist: gerade in Großstädten und Ballungsräumen verfügen 40 bis 50 Prozent aller Haushalte über kein Auto, das sind rund ein Drittel der Wiener Bevölkerung! Für nicht Motorisierte bleibt das Südburgenland mangels geeigneter Verkehrsverbindungen schwer erreichbar.

Die Gemeinden sind mittlerweile gezwungen, auch finanzielle Mittel für die fehlende Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Mit einem attraktiven öffentlichen Verkehr die Bevölkerung mit einer Mobilitäts-Grundversorgung zu bedienen ist ebenso wichtig wie ein gutes Straßennetz: Man kann es auch eine Basisaufgabe wie z.B. die Wasserversorgung nennen. Ein attraktiver öffentlicher Verkehr trägt zu einer besseren Versorgung der gesamten Region bei, da sich die Faktoren „öffentlicher Verkehr“ und „sanfter Tourismus“ ideal ergänzen.

Finanzierung

Der Abgang dieses Bussystems wird durch das ÖPNVR-G (Bundesförderung),FAG (Finanzausgleich) sowie dem Land Burgenland gefördert.

Der verbleibende Abgang von rund € 100.000,- wird von den fünf Mitgliedsgemeinden gemeinsam getragen.

Aktueller Stand

erzielte Effekte

weitere Informationen