Regionalmanagement Mitte Niedersachsen

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Regionalmanagement Mitte Niedersachsen
Sektor
Themenbereich Wirtschafts- und Standortentwicklung, Demographie
Staat Deutschland
Bundesland Niedersachsen
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Nienburg/Weser, Rehburg-Loccum, Sulingen, Bruchhausen-Vilsen, Grafschaft Hoya, Heemsen, Kirchdorf, Landesbergen, Liebenau, Marklohe, Schwaförden, Siedenburg, Steimbke, Thedinghausen, Uchte, Steyerberg, Stolzenau
Kontaktperson(en) Herr Detlev Kohlmeier (Vorsitzender der Regionalversammlung)
Projektwebsite http://www.mitte-niedersachsen.de/kommunen.html
Projektstart (Jahr) 2008
Rechts- und Organisationsform Kommunale Arbeitsgemeinschaft
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 52° 39' 42.73" N, 9° 9' 32.29" E

Beschreibung

Seit 2008 existiert das Regionalmanagement Mitte Niedersachsen, welches mit 17 Kommunen aus den drei Landkreisen Diepholz, Nienburg und Verden die größte geförderte Region in Niedersachsen darstellt. Die Städte Nienburg/Weser, Rehburg-Loccum und Sulingen, die Samtgemeinden Bruchhausen- Vilsen, Grafschaft Hoya, Heemsen, Kirchdorf, Landesbergen, Liebenau, Marklohe, Schwaförden, Siedenburg, Steimbke, Thedinghausen und Uchte, der Flecken Steyerberg sowie die Gemeinde Stolzenau mit insgesamt fast 200.000 Einwohnern haben sich mit einem öffentlich-rechtlichen Vertrag zu einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und wollen mit dem Regionalmanagement Mitte Niedersachsen die Entwicklung ihrer Region vorantreiben. Alle Kommunen haben als gemeinsames Ziel, die Lebensqualität in den Städten und Dörfern sowie die Arbeitsmöglichkeiten in der Region zu erhalten und zu verbessern.

Das Regionalmanagement baut auf die drei in den Jahren 2006 bis 2008 erarbeiteten integrierten ländlichen Entwicklungskonzepte (ILEK) Mitte Niedersachsen, Mittelweser und Sulinger Land auf, in denen strategische Leitlinien für die Region formuliert worden sind. So sollen u. a. im Rahmen des Regionalmanagements die in den ILEKs entwickelten Ideen in konkrete Projekte umgesetzt aber auch weiterführende regionale Entwicklungsprozesse initiiert und vorangetrieben werden. Das Regionalmanagement dient darüber hinaus als Moderator und Organisator des regionalen Entwicklungsprozesses. Im Mittelpunkt stehen Information, Beratung und Aktivierung der Bevölkerung sowie die Identifizierung und Erschließung regionaler Entwicklungspotenziale. Hintergrund für die Verwirklichung des Regionalmanagements und nachgelagerter Projekte ist das „Programm zur Förderung im ländlichen Raum für Niedersachsen und Bremen 2007 – 2013“ (PROFIL) der Länder Niedersachsen und Bremen.

Aktueller Stand

Als demografische Kerntrends in der Region Mitte Niedersachsen lassen sich benennen: Bevölkerungsrückgang insgesamt, Alterung der Bevölkerung und ein Rückgang der erwerbsfähigen Bewohner und solcher in der potenziellen Familiengründungsphase.

Im hiesigen ländlichen Raum haben markante Veränderungen stattgefunden. Dazu gehören die stark zurückgegangene Zuwanderung nach und vor allem in Deutschland und eine rasche und deutliche Abnahme der Altersgruppen, die als Familiengründer und Wohneigentumsbildner in Frage kommen. Der Wegzug vor allem junger Menschen ist ein regionales Phänomen.

Das Erarbeiten räumlich und fachlich übergreifender Handlungsansätze zur Sicherung der Daseinsvorsorge sowie die Verankerung dieser Ansätze in der Region hat sich deswegen das Regionalmanagement Mitte Niedersachsen im vergangenen Jahr zur zentralen Aufgabe gemacht (festgeschrieben als Be-schluss der Regionalversammlung im September 2010). Vorrangig wurden dabei zunächst drei prioritäre Aktionsfelder umrissen:

•Die Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region,

•die Schaffung von – in Anbetracht der demografischen Veränderungen – tragfähigen, bedarfsgerechten Mobilitätsangeboten, die nicht nur auf die „klassischen“ liniengebundenen Verkehre der Landkreise setzen,

•die Einführung eines regional agierenden Leerstandsmanagements.

Diese Aufgaben können bei sinkenden Bevölkerungszahlen und leeren öffentlichen Kassen kaum mehr durch jede Kommune einzeln erledigt werden. Die direkte Zusammenarbeit der Kommunen und gemeinsame Aufgabenerledigung kann Kosten sparen, Synergieeffekte effizienter nutzen und das Angebot auch qualitativ verbessern.

Weitere Informationen

Hintergrund für die Verwirklichung des Regionalmanagements und nachgelagerter Projekte ist das „Programm zur Förderung im ländlichen Raum für Niedersachsen und Bremen 2007 – 2013“ (PROFIL) der Länder Niedersachsen und Bremen.