Sächsisch-Bayerischen Städtenetz

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Sächsisch-Bayerischen Städtenetz
Sektor
Themenbereich Infrastruktur, Demographie
Staat Deutschland
Bundesland Sachsen, Bayern
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Chemnitz, Zwickau, Plauen, Hof, Bayreuth
Kontaktperson(en) Herr Hasso Frank (Stadtplanungsamt Chemnitz)
Projektwebsite http://www.saechsisch-bayerisches-staedtenetz.de/
Projektstart (Jahr) 1994
Rechts- und Organisationsform Informelle Kooperation
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 50° 49' 21.64" N, 12° 54' 51.97" E

Beschreibung

Die Städte Chemnitz, Zwickau, Plauen, Hof und Bayreuth haben sich 1995 über die Grenzen Bayerns und Sachsens hinweg zum Sächsisch-Bayerischen Städtenetz zusammengeschlossen. Die fünf Oberzentren erfüllen wichtige Funktionen als Wirtschafts-, Dienstleistungs- und Kulturzentren.

Die Städtenetzpartner sehen in ihrer freiwilligen Kooperation einen geeigneten Ansatz, den Herausforderungen unserer Zeit durch intensiven Erfahrungsaustausch, kontinuierliche Information und die Entwicklung gemeinsamer Strategien zu begegnen. Eine starke Allianz der Städtenetzpartner soll helfen, im Wettbewerb mit anderen Zentren zu bestehen und das Bewusstsein als eigenständiger Lebens- und Wirtschaftsraum zu stärken.

Finanzierung

Die den Partnerstädten bei der Aufgabenerfüllung für das Städtenetz entstehenden Personal- und Sachkosten (Städtenetzbeauftragte, Fachreferenten, Reisekosten, Sach-aufwendungen) werden von jeder Stadt selbst getragen. Die Kosten, die bei der Projektumsetzung durch extern erbrachte Leistungen entstehen (Projektmanagement, sonstige Vergabe von Aufträgen), werden gemeinsam getragen, soweit sie nicht durch Fördermittel oder Sponsorengelder gedeckt werden können. Die gemeinsamen Finanzmittel für das Städtenetz werden von den fünf Partnerstädten bereitgestellt. Die Höhe der finanziellen Anteile für die einzelnen Städte werden vom Lenkungsausschuss festgelegt. In Erfüllung dieses Vertrages erstellen die Netzpartner eine Projektbeschreibung, welche die konkret geplanten Vorhaben des Städtenetzes in den nächsten drei Jahren einschließlich eines Kosten- und Finanzierungsplanes enthält. Nach Ende der Laufzeit wird der Projektplan fortgeschrieben und für jeweils weitere drei Jahre durch den Lenkungsausschuss beschlossen.

Aktueller Stand

Die fünf Kommunen des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes konzentrieren ihre Zusammenarbeit vor allem auf die Verkehrsinfrastruktur sowie auf den Tourismus und die Kultur. Ein besonderes Anliegen des Städtenetzes ist die Begegnung der Menschen aus der Region und über die Landesgrenzen hinweg. In folgenden Aufgabenfeldern wird an der Lösung aktueller Fragen gearbeitet:

  • Verbesserung der Schienenverbindung
  • Kulturelle Zusammenarbeit
  • Förderung des Städtetourismus.

Allerdings existieren auch noch weitere Felder der Zusammenarbeit. Die fünf Städte des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes fördern die Begegnung der Menschen auch in weiteren Bereichen und betreiben gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit. Jedes Jahr finden ein Frauenfußball- und ein Jugendfußballturnier um die Pokale des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes statt. Außerdem treffen sich jugendliche Skater zu einem alljährlichen Städtenetz-Skate-Contest. Die gemeinsamen Wettkämpfe bieten die Möglichkeit, einander kennen zu lernen und Verbindungen über die eigene Stadt hinaus zu knüpfen.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit kooperieren die Städtenetzpartner ebenfalls eng. Die Städte präsentieren sich und das Städtenetz jedes Jahr auf den wichtigsten Regionalmessen, auf Fachmessen, sowie bei speziellen Veranstaltungen zu Fragen der Raumordnung und Landesplanung.

Weitere Informationen

Das Sächsisch-Bayerische Städtenetz wurde bis Ende 1997 als eines von zwölf deutschen Modellprojekten im Forschungsfeld "Städtenetze" des damaligen Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (BMBau) gefördert.

Nach dem Auslaufen dieses Forschungsprogramms (ExWoSt-Programm) Ende 1997 setzten die Städtenetzpartner ihre Arbeit in Eigenregie fort. Die Arbeit wurde seitdem durch das Sächsische Staatsministerium des Innern (Abteilung Landesentwicklung) und durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie ideell und finanziell unterstützt. Bis Ende 2009 ist die Finanzierung über eine spezielle Ländervereinbarung abgesichert.